WAR REQUIEM – 2020 in Marburg

KONZERT FÜR FRIEDEN – WAR REQUIEM


„My subject is War, and the pity of War.

The Poetry is in the pity …
All a poet can do today is warn.“

„Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges.
Die Poesie liegt im Leid …
Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen.“

Kurhessische Kantorei stoppt Pläne für WAR REQUIEM im November 2020 – Informationen dazu hier

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Worte von Wilfred Owen; von Benjamin Brittenals Vorspruch vor die Partitur gesetzt.

Mit dem WAR REQUIEM – KONZERT FÜR FRIEDEN initiiert die Kurhessische Kantorei Marburg ein musikalisches und friedenspädagogisches Erlebnis für Zuhörende und Mitwirkende aller Generationen.

Zum Volkstrauertag am 15. November 2020 erklingt 75 Jahre nach der Beendi­gung des Zweiten Weltkrieges Benjamin Brittens WAR REQUIEM in der Marburger Pfarrkirche St. Marien. Das komplexe und groß dimensionierte Werk ist eine der eindrücklichsten Kompositionen des zwanzigsten Jahrhunderts. Die bildstarke Musik und die aufrüttelnden Texte gemahnen an das unermessliche durch Kriege hervorgerufene Leid. Am Ende findet das Requiem zu einem versöhnenden Schlussakkord.

Erstmalig erklang das Werk anlässlich der Wiedereinweihung der durch deutsches Bombardement in der Nacht vom 14. auf den 15. November 1940 zerstörten Kathedrale von Coventry. Benjamin Britten hatte den Auftrag erhalten, eine Friedensbotschaft zu formulieren und musikalisch hörbar werden zu lassen. Sein Werk entsteht im Wechselspiel der Liturgie eines lateinischen Requiems mit lyrischen Texten Wilfred Owens. Dieser gilt als erster pazifistischer Dichter in Großbritannien und fiel im Ersten Weltkrieg.

Das reich orchestrierte Werk mit drei Chören und drei Solisten ist geeignet, tiefen Eindruck zu hinterlassen – und es fordert zu einer eigenen Stellungnahme heraus.

In Marburg steht die Botschaft des WAR REQUIEMS im Rahmen eines begleitenden Programms. In verschiedenen Schulen und an der Philipps-Universität beschäftigen sich junge Menschen mit seinen Aussagen. Im Zusammenhang mit Kunst und Fotografie, mit begleitenden Vorträgen und Gesprächen und mit friedenspolitischen Aktivitäten mögen vom Konzert eigene Impulse ausgehen, um das Handeln für Frieden zu stärken.

Unser Konzertprojekt gedenkt des Krieges und des Kriegsendes 1945. Und es stellt sich aktuellen Bezügen. Auch in unserer Zeit brechen immer wieder militärische und gewalttätige Konflikte aus. Es droht zusätzlich neues atomares Wettrüsten. Ein enger Zusammenhang besteht zwischen ökologischer Krise und Kriegsursachen, die oft in Umweltzerstörung, Flucht, Armut und Ausbeutung zu finden sind.

Wir laden herzlich ein, am begleitenden Rahmenprogramm zur musikalischen und friedenspädagogischen Wirkung des WAR REQUIEM 2020 in Marburg teilzu­nehmen und unsere Konzerte zu besuchen. Auch eine Mithilfe bei der Finanzierung des Projektes ist uns hilfreich.

Senden wir mit dem KONZERT FÜR FRIEDEN einen nachhallenden Klang in unsere nähere und weitere Umgebung. Das Leid des Krieges ist zu stoppen – Frieden ist möglich. Treten wir dafür ein.

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen!
Herzlichst, Ihr
Uwe Maibaum

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier:

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Kurhessische Kantorei Marburg
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Telefon: 06421 162933

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  • speziell für das War Requiem „War Requiem Z028200004“

 

Singen ist menschlich

Kurhessische Kantorei feiert 500 Jahre Reformation und ihren 25. Geburtstag

„Komplizierte Angelegenheiten in Songform klar rüberzubringen, dafür habe ich ein Talent.“ Was Udo Lindenberg hier für sich formuliert, hätte Martin Luthers Beifall gefunden. Auf Luthers Spuren jung bleiben – Klartext singen und selbst musizieren gehört in evangelischen Kirchen zum guten Ton. Die Reformation hat vor 500 Jahren eine Bewegung des Singens in der eigenen Sprache angestoßen. Alle konnten mitmachen und verstehen, worum es geht. Und Komponisten wie Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach gaben evangelischen Chorälen bedeutungsvolle Rollen in ihren Werken.

Die Kurhessische Kantorei feiert als junger Chor im Reformationsjahr ihren 25. Geburtstag mit einem spannungsreichen Programm unter dem Motto „SINGEN IST MENSCHLICH“. Fünf Themenkonzerte gehen der Frage nach: wie klingt heute evangelische Kirche? Die Kantorei beruft sich auf Gedanken, die den Reformatoren am wichtigsten waren: Allein Glaube, Schrift, Christus, Gnade und Ehre Gottes. Mit Musik von Bach bis Bernstein sind in der Lutherischen Pfarrkirche Konzerte zu erleben, die alte Worte und Weisen wie neu wirken lassen.

Unendliche Schönheit – die Kurhessische Kantorei singt weiter vom Paradies

andy-khk-paradisum-20160428-klDas REQUIEM von Maurice Duruflé erklingt nochmals am 2. und 20. November in Gottesdiensten

Im November singt die Kurhessische Kantorei Teile aus dem Requiem von Maurice Duruflé. Am 1. November um 19:30 Uhr während der Messe zu Allerheiligen in der Kugelkirche und im Gottesdienst am 20. November um 10 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche ertönt noch einmal das kontemplative Werk, das im Juni die Zuhörenden als Kernstück des Programms IN PARADISUM in seinen Bann gezogen hatte.

Bei Maurice Duruflé bildet der Hymnus IN PARADISUM den Abschluss seines Requiems, er verklingt in einem Akkord aus sieben Stimmen wie in der Unendlichkeit. Die Tradition des gregorianischen Gesangs durchzieht das Werk und war Leitmotiv des Komponisten. Wie in himmlischen Höhen strahlen Sopranstimmen, im Alt erklingt die flehentliche Bitte des AGNUS DEI, die Stimmen der Männer bilden die tönende Grundlage in fast allen Chorstücken. Eine Musik der vielstimmigen, nur von der Orgel begleiteten Innigkeit und Besinnung, die sich auch zu eindringlichen Höhepunkten aufschwingt, etwa wenn es im OSANNA wie Glocken läutet.

Wer das faszinierende Werk im Frühsommer verpasst hat oder noch einmal hören möchte, ist herzlich zum Gottesdienst in die Kugelkirche eingeladen.

Konzerte im Gottesdienst

  • Dienstag | 1. November | 19:30 Uhr | Kugelkirche
  • Sonntag | 20. November | 10 Uhr | Lutherische Pfarrkirche

REQUIEM

Maurice Duruflé, Requiem op. 9 (Auszüge)

Kurhessische Kantorei Marburg
Orgel: Ka Young Lee
Leitung: Uwe Maibaum

Probenbeginn – Mittwoch, 7. September 2016

KHK-PROB-Moses_Andy Alexander-kl„Weil sie die Seelen fröhlich macht…“: Kurhessische Kantorei beginnt neue Probenzeit
Mit Musik von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz geht es ins Lutherjahr 2017

Ein wichtiges Jahr kündigt sich an: Mit 95 Thesen stieß Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg die Reformation und die protestantische Bewegung an, die seit 500 Jahren eine kirchliche und gesellschaftliche Kraft ist. Luthers Wirken und insbesondere seine große Wertschätzung der geistlichen Musik bilden das große Thema auch für die Kurhessische Kantorei Marburg, die nun wieder ihre Proben aufnimmt. Der große protestantische Komponist Johann Sebastian Bach verlieh Luthers Worten „Über die Musik“ ihren überzeugenden Ausdruck, seine Motette „Komm, Jesu, komm“ und verschiedene Kantaten stehen zunächst im Mittelpunkt des Adventsprogramms der Kantorei. Mit Bach und Heinrich Schütz geht es dann auch im Reformationsjahr weiter. So werden wohl erstmals in Marburg die Lutherischen Messen von Bach zu hören sein, die in ihrer musikalischen Komplexität und spirituellen Energie an die unvergleichliche h-Moll-Messe heranreichen. Mit Leonard Bernsteins Chichester Psalms stehen auch moderne Chorwerke auf dem Probenplan, der die Chorsänger unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum wieder herausfordern wird. Und wie man es von der Kurhessischen Kantorei kennt, werden auch die ehrwürdigen Komponisten der Reformationszeit in aktuelle Bezüge eingebettet, in deren kreative Gestaltung sich die Chormitglieder einbringen. Wer Interesse hat mitzusingen, ist ab 7. September herzlich eingeladen zu den Proben jeweils am Mittwochabend im Philipp-Melanchthon-Haus.

Mittwoch, 7. September 2016 | 19:30 Uhr
Philipp-Melanchthon-Haus, Lutherischer Kirchhof 3
Probenbeginn der Kurhessischen Kantorei mit
Kantaten von Johann Sebastian Bach
Leitung: Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum
Telefon: 06421 162933

Foto: Andy Alexander